Kartoffeln, Eier, Geflügel und mehr - direkt vom Bauernhof

Das Neueste vom Hof Hartmann in Rettmer

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Frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2020!

Wie könnte es anders sein - trotz des guten Vorsatzes, es vielleicht hier und da mal etwas ruhiger angehen zu lassen, hat uns natürlich auch das Jahr 2019 wieder in Atem gehalten: Zu Jahresbeginn ging es gleich los mit unserem ersten Durchgang Hartmanns Hähnchen, deren PIEPshow sich zu einem echten Hingucker auf unserem Hof gemausert hat. Es folgte das wie immer für uns sehr spannende Frühjahr mit dem Bangen und Hoffen, ob die Frühkartoffeln oder auch unsere beliebte Belana denn nun zu früh, zu spät oder goldrichtig in die Erde gekommen sind und ob Regen und Sonne im richtigen Maß für gutes Wachstum sorgen. Die Spannung stieg weiter mit unserem Indianerbeet-Versuch und dem Kartoffel-Experiment auf unserem Acker Schuttkuhle; hier wie da war unser Ziel der Bodenaufbau bzw. die Bodenverbesserung - mit samt dem Nebeneffekt, dass wir lernen, wie Mischkulturen oder Mulch uns auch in größerem Maßstab helfen, gute und gesunde Lebensmittel zu produzieren. Dass solche Experimente (samt Neugier am immer wieder Ausprobieren) wichtig sind, hat uns auch in diesem Jahr das ungebrochen hohe Interesse an unserem F.R.A.N.Z.-Projekt gezeigt. So durften wir den aktuellen Stand der Maßnahmen, die wir auf unseren Flächen erproben, auf Konferenzen wie dem Zukunftsdialog Agrar & Ernährung, der ZEIT WissensWerte, bei der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz und vielen anderen Gelegenheiten präsentieren und hatten Landwirte, Naturschützer, unzählige Journalistinnen und Journalisten und sogar die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast bei uns zu Besuch. Allen, die bei uns oder auf den verschiedenen Veranstaltungen dabei waren, haben wir versucht, unsere Begeisterung für das Thema Biodiversität mitzugeben und zu zeigen, dass konventionelle Landwirtschaft und Umweltschutz eben doch zusammenpassen. Machbar ist das Ganze aber nur, weil Sie als unsere Kunden, bereit sind, uns bei diesen Anstrengungen zu unterstützen. Auf diese ganz wesentliche Voraussetzung, die die geforderte Agrarwende braucht, haben wir in unserem Beitrag zu den Bauernprotesten dieses Jahres einmal hingewiesen. Die Unterstützung durch Sie ist für uns Motivation und Ansporn, immer noch einen Schritt weiter zu gehen, als wir es müssten. Dass wir dann auch noch den Freyja-Scholing-Preis für Nachhaltigkeit (Lüneburger Sparkassenstiftung) gewonnen haben, setzte dem Ganzen in diesem Jahr noch die Krone auf - ein tolles Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit! Aber für uns kein Grund, sich auszuruhen: Wo es sonst nach der Getreide, Kartoffel- und Rübenernte traditionell etwas ruhiger wurde, sind wir diesen Herbst noch mal richtig in Wallung gekommen, um noch mehr Platz für unsere mobilen Hühner zu schaffen. Vier weitere Hektar haben wir eingezäunt, um unseren Hühnerwald im kommenden Jahr vergrößern zu können - die ersten Pläne für 2020 stehen also schon! Wir freuen uns, wenn Sie uns auch im kommenden Jahr wieder auf unserem Weg begleiten! Jetzt wünschen wir Ihnen aber erstmal wunderschöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre Familie Hartmann und das ganze Team

Zäune über Zäune im und rund um den Hühnerwald

Zäune über Zäune im und sogar neben dem Hühnerwald... heute wollen wir Ihnen endlich mal erklären, wen wir da eigentlich ein- und aussperren - und warum! 🐔🦊🌳🦉

Seit Herbst sind wir dabei, unseren Hühnerwald und die südlich angrenzende Fläche von 4 Hektar einzuzäunen - ein echter Knochenjob, trotz schwerem Gerät. 🚜 Damit wollen wir noch mehr Platz für unsere mobilen Hühner schaffen und den restlichen Flächen Gelegenheit zur Regeneration geben. Die Flächen werden dazu nach und nach umgebrochen, neu mit Ackergras, Klee und Kräutern eingesät und können dann nach etwa einem halben Jahr wieder als Weide genutzt werden. Durch die größere Fläche haben wir außerdem Platz, um zwischen den Baumreihen Produkte für unseren Hofshop anzubauen (Kürbisse und Frühkartoffeln wären eine Idee, hier sind wir noch in der Planung). Nicht zuletzt müssen wir die Weiden ohnehin umbrechen, damit sie nicht den sogenannten Ackerstatus verlieren: laut Gesetz dürfen nämlich Flächen, die länger als 5 Jahre nur Grünland waren, nicht wieder als Acker genutzt werden. Das wollen wir natürlich vermeiden. Unser Hühnerwald war bis 2016 eine gute Ackerfläche. Durch die Wechselwirkungen der Nutzung als Hühnerweide und Acker innerhalb eines Agroforstsystems versprechen wir uns eine Verbesserung unseres Bodens, auf dem dann auch wieder gesunde Lebensmittel produziert werden sollen. Das heißt, die Fläche muss Acker bleiben, auch wenn sie zwischenzeitlich zwecks Bodenaufbau anders genutzt wird.

Warum brauchen wir dazu aber so viele und so hohe Zäune? Dazu mehr in den Texten zu den einzelnen Fotos!

Nicht nur die Weiden, sondern besonders auch unsere mobilen Zäune haben unter den letzten zwei trockenen Sommern echt gelitten. Bei jedem Umstellen der Mobilställe mussten auch die Zäune ein Stück weitergesetzt werden, damit die Hühner ans frische Grün kommen. Weil der Boden aber so knochentrocken war, sahen die Spitzen der Weidezaunstäbe schon im ersten Sommer so aus wie hier auf dem Bild: vollkommen verbogen und fast unmöglich in den harten Boden zu bekommen.


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Landmilch vom Hof Dallmann jetzt in der Glasflasche

Landmilch von Dallmann jetzt in der Glasflasche

Für einen Familienbetrieb mit nur 90 Kühen war das ein großer Schritt, aber nun ist es soweit: Die Landmilch vom Hof Dallmann bekommen Sie ab sofort in der Glasflasche!

 

Weil Glasflaschen und neue Technik teuer sind, kostet die Milch nun etwas mehr. Da die Flaschen aber wiederverwendet werden können, wird viel Müll vermieden – und das ist doch eine gute Sache! Übrigens: Familie Dallmann freut sich, wenn Sie die leeren (ausgespülten) Flaschen bei uns im Hofshop wieder abgeben! Und wir freuen uns, wenn Sie die Dallmanns mit dem Kauf ihrer Milchprodukte unterstützen und so dazu beitragen, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten. Vielen Dank!

Heute ist Weltbodentag!

Eine kleine Frage zum heutigen #Weltbodentag: Was hat diese schöne Kartoffel (eine #Belana von unserer #Schuttkuhle) mit diesem Stein zu tun? Ganz einfach: Ohne einen lebendigen #Boden, in dem #Regenwürmer, #Mikroorganismen, #Mineralien, #Wasser, #Wurzelsysteme, #Pilzgeflecht, chemische und biologische Prozesse und noch viele Dinge mehr (von denen wir bisher nur wenig verstehen) für ein stimmiges Gleichgewicht sorgen, wäre dieser Stein nur ein Stein - und es gäbe weder Kartoffeln, noch überhaupt irgendwelche Pflanzen, geschweige denn Tiere oder uns Menschen. Ohne Boden wäre unser #Planet ein großer toter Stein im All. Ein lebendiger, humusreicher Boden löst wertvolle Mineralien aus dem Gestein und macht sie erst für Pflanzen verfügbar. Was dem Boden fehlt, fehlt auch der Pflanze. Und darum ist der Boden (neben der #Biodiversität und dem #Klima) die wichtigste natürliche Ressource der #Landwirtschaft. Der Erhalt und, im Idealfall, der Aufbau dieser Ressource ist in unserem ureigensten Interesse. Dabei lassen wir uns auch mal etwas helfen: von hungrigen Regenwürmern und Kollegen vom Fach zum Beispiel, mit denen wir uns gern über die Effekte von #Untersaat und #Mischkultur austauschen. Also: Denken Sie doch heute mal ganz bewusst an den Boden, wenn Sie darüber laufen. Es steckt soviel Gutes darin!

Sparkassenstiftung Lüneburg ehrt uns mit Freyja-Scholing-Preis!

Ohne viele Worte: Wir freuen uns riesig über diesen tollen Preis und sagen DANKE an die Sparkassenstiftung Lüneburg! Wir bleiben natürlich dran am Thema Artenvielfalt: Dank dieses Preises können wir jetzt noch ein paar zusätzliche Bäume auf dem Acker pflanzen (Stichwort Agroforst). Sogar ein paar Nisthilfen für Steinkauz und Turmfalke sind da noch mit drin... 😃🦉 Ganz herzlich gratulieren wir auch unserem "plietschen" Mitpreisträger Henrik Siepelmeyer!

Wertschätzung, Vertrauen - und miteinander reden!

Agroforstsysteme im Klimapaket 2019: mehr siehe unten.

 

Oder: Warum wir unseren Weg gehen (können)

 

Am Dienstag, 22.10.2019 werden sich Kollegen und Kolleginnen aus der Bewegung Land schafft Verbindung mit ihren Landmaschinen auf den Weg zu regionalen und überregionalen Kundgebungen machen. Sie sehen sich u. a. durch die aktuelle Agrarpolitik in ihrer Existenzgrundlage gefährdet und möchten mit den Aktionen auf ihr wichtiges Anliegen aufmerksam machen. Tatsächlich beschränken die im internationalen Vergleich bereits jetzt schon sehr hohen Auflagen uns Landwirte in unserer Handlungsfreiheit. Umfangreiche Dokumentationspflichten und häufig wechselnde rechtliche Rahmen- und Förderbedingungen haben dazu geführt, dass wenig Zeit, Raum und Geld bleibt, neue (auch nachhaltigere) Methoden auszuprobieren - und wenig Sicherheit, dass einmal für gut befundene Wege auch langfristig beschritten werden dürfen. Wir bitten daher um Verständnis für die heutigen Aktionen und unterstützen zugleich den Aufruf, mehr miteinander zu reden, anstatt übereinander.
Wir selbst haben das große Glück, die Herausforderungen unserer Zeit - Klimaschutz und Förderung der Biodiversität, um nur zwei zu nennen - auf unserem ganz eigenen Weg angehen zu können. Unser Ziel (und ureigenstes Ziel der Landwirtschaft) ist es, gute Lebensmittel zu produzieren und dabei mit der Natur zusammenzuarbeiten, denn nur so erhalten wir unsere Flächen auf lange Sicht ertragreich und gesund. Wir lernen durch unsere Projekte und die aktuelle Forschung (Boden, Nützlinge usw.) gerade so unglaublich viele Dinge, die in unserer Ausbildung vor Jahren noch keinerlei Rolle gespielt haben. Gerne und regelmäßig teilen wir unsere Erkenntnisse auch mit den Kollegen (Open Source in der Landwirtschaft!) und mit Interessengruppen aus dem Naturschutz. Diesen Weg können wir aber nur gehen, weil für uns viele besondere Faktoren zusammenkommen, die uns unterstützen und immer wieder motivieren: Da ist zum einen die große Zahl treuer Stammkunden, die uns ihr Vertrauen schenkt und unsere Arbeit mit dem Kauf unserer Produkte honoriert. Zum anderen hilft uns (und deutschlandweit noch neun weiteren Demonstrationsbetrieben) das F.R.A.N.Z.-Projekt mit Geld und wissenschaftlicher Expertise bei unseren Bemühungen, einen messbaren Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Nicht zuletzt sehen wir selbst im viel kritisierten Klimapaket Aspekte, die uns für die Zukunft Hoffnung machen: so z. B. das Bekenntnis zum Humusaufbau und zur Förderung von Agroforstsystemen wie unserem Hühnerwald (siehe verlinkter Text zum Klimapaket auf S. 129).
Letzten Endes müssen wir Landwirte alle unseren Beitrag leisten. Ob wir das auch können, steht und fällt mit der Unterstützung durch Politik (Deutschland & EU) und Gesellschaft (Verbraucher!), die die richtigen Weichen stellen müssen. Und mit der Bereitschaft aller Seiten, in einer bisweilen aus nachvollziehbaren Gründen sehr emotional geführten Debatte aufeinander zuzugehen, einander wirklich zuzuhören und persönliche Erfahrungen und belegte Fakten abzuwägen, ohne sie gegeneinander auszuspielen. Wir wünschen uns für alle unsere Kollegen die gleiche Wertschätzung, die auch uns persönlich in Gesprächen mit Naturschützen, Wissenschaftlern, Kunden oder auch Politikern entgegen gebracht wird - Wertschätzung und auch Vertrauen in unseren Sachverstand und unsere Lernfähigkeit. Viele Landwirte und -wirtinnen sind sicher bereit, immer noch einen Schritt weiterzugehen, als gefordert, wenn diese (harte) Arbeit auch honoriert und respektiert wird.

Danke fürs Lesen (langer Text, aber wichtiges Thema...)!

Und herzliche Grüße

Ihre Familie Hartmann

Wer hätte das im April 2016 gedacht, als wir unseren Hühnerwald angelegt haben? Agroforstsysteme werden 2019 erstmals von einer deutschen Regierung als wichtiger und förderfähiger Bestandteil der Landwirtschaft benannt: das Klimapaket der Bundesregierung macht's möglich: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975226/1679914/e01d6bd855f09bf05cf7498e06d0a3ff/2019-10-09-klima-massnahmen-data.pdf?download=1 (vgl. S. 129). Dreieinhalb Jahre bürokratisches Rumgewurschtel, um unsere Baumreihen als Bestandteil der Ackerfläche im Agrarantrag unterzubringen... Auch 2019 mussten wir uns mit Behelfslösungen zufriedengeben: Die Baumreihen sind als schmale Streifen von Kurzumtriebsplantagen angemeldet. Unter dieser Codierung funktioniert das System zwar im Agrarantrag - die positiven, flächenaufwertenden Wechselwirkungen von Agroforstsystemen (CO2-Senke, Windschutz, Wasserkreislauf, Biodiversität, Humusaufbau und mehr) berücksichtigt diese Behelfslösung allerdings nicht. Unseren mobilen Hühnern ist das alles natürlich egal. Sie erfreuen sich an ihrem naturnahen Lebensraum, dem Hühnerwald, und können den ganzen Tag ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen... Und wer weiß: vielleicht bringt das Jahr 2020 ja auch für uns etwas Gutes: Planungssicherheit für unsere nächsten Baumstreifen auf dem Acker wäre schon mal ein guter Anfang!

Die nächsten Termine für Suppenhühner und Hartmanns Hähnchen

Liebe Kunden, die nächsten Schlachttermine stehen fest. Jeweils zwischen 9 Uhr und 15 Uhr verkaufen wir schlachtfrisch bei uns auf dem Hof:

  • Suppenhühnchen: ideal für Suppe und Frikassee
    • Abholtermin Samstag, 28.09.2019
  • Hartmanns Hähnchen: ideal zum Braten und Grillen im Ofen oder auf dem Grillrost
    • Abholtermin Samstag, 09.11.2019 (9-12 Uhr)
    • Achtung: letzter Durchgang in diesem Jahr!

Wie immer stammen die Tiere natürlich aus unserer bewährten und artgerechten mobilen Freilandhaltung (mehr Infos unter den Links). Wir freuen uns auf Ihre Vorbestellung!

Ihre Familie Hartmann

Abholtermin Hartmanns Hähnchen: Samstag, 07.09.2019

Unsere Hartmanns Hähnchen am 02.08.2019 (fast 2 Monate alt).

Liebe Kunden,

 

Ihre bestellten Hartmanns Hähnchen können Sie am Samstag, 07.09.2019 zwischen 9 Uhr und 15 Uhr bei uns auf dem Hof in Rettmer abholen (schlachtfrisch und küchenfertig).

 

Für diesen zweiten der drei für dieses Jahr geplanten Durchgänge nehmen wir weiterhin Vorbestellungen entgegen. Nutzen Sie dafür gern unser Formular oder rufen Sie uns an unter 04131-43622. Vielen Dank!

 

Ihre Familie Hartmann