Kartoffeln, Eier, Geflügel und mehr - direkt vom Bauernhof

Das Neueste vom Hof Hartmann in Rettmer

Gefördert durch:


Hartmanns September-Hähnchen: das Ergebnis und wie es nun weitergeht

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

Ende August haben wir Ihnen vom Salmonellen-Befund beim zweiten Durchgang unserer Hartmanns Hähnchen berichtet. Heute nun können wir Ihnen mitteilen: Alle späteren Proben waren negativ, wir haben eine Lösung für die Verarbeitung des Fleisches gefunden und der dritte Durchgang darf wie geplant in den Hühnerwald umziehen. Dazu gleich mehr, zu allererst aber:

 

Ein großer und herzlicher Dank von uns allen an Sie: So viele von Ihnen haben uns Mut machende E-Mails geschrieben, haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen und sich für unsere Offenheit bedankt. Viele haben angeboten, die Hähnchen trotzdem abzunehmen (was aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht geht, denn die Tiere dürfen den Schlachthof nicht unverarbeitet verlassen). Sehr viele haben auch zugesagt, das Fleisch in verarbeiteter Form zu kaufen (was uns aus wirtschaftlichen Gründen tatsächlich immens helfen würde). Ihre Rückmeldungen haben uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig Transparenz ist und dass gut informierte Stammkunden immer die besten Kunden sind. Außerdem hat uns Ihr persönlicher Zuspruch einfach auch menschlich sehr gut getan, weil er so von Herzen kam. Vielen vielen Dank dafür!

 

Nun zu den Hähnchen: Wir haben amtlich und per Eigenkontrolle Proben der anderen Tiere unseres Hofs (Hähnchen des dritten Durchgangs, Legehennen, Alpaka) und des Tierfutters untersuchen lassen. Alle Proben waren negativ. Darüber freuen wir uns natürlich sehr, allerdings heißt das auch: Wir können nicht nachvollziehen, wie der Salmonellen-Befund beim zweiten Hähnchen-Durchgang zustande kam. Am wahrscheinlichsten ist wohl ein Eintrag von außen, z. B. durch Vögel oder andere Wildtiere - und das ist ein Risiko, das sich bei unserer sehr naturnahen Form der Freilandhaltung schlicht nicht vermeiden lässt. Wir können also nur hoffen, dass so etwas nicht wieder passiert.

 

Was passiert mit dem Hähnchen-Fleisch? Die Hähnchen wurden zum geplanten Termin geschlachtet und konnten dank der tatkräftigen Unterstützung durch unseren langjährigen Partner, den Bauckhof, auch direkt in die Verarbeitung gehen. Die Schlachtung und Verarbeitung wurden vom Veterinäramt begleitet, parallel wurden weitere Proben analysiert. Aus dem Fleisch werden in der Fleischmanufaktur des Bauckhofs u. a. Frikassee mit Spargel, Hähnchen-Bolognese (für unsere leckeren Nudeln!) und verschiedene Wurstsorten im Glas zubereitet: in höchster Qualität, nur mit natürlichen Zutaten und ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Wir freuen uns, für unser hochwertiges Fleisch eine angemessene Verarbeitungsmöglichkeit gefunden zu haben und hoffen sehr, dass Ihnen die Produkte gefallen! Sobald wir sie im Sortiment haben, geben wir bescheid!

 

Und was ist mit dem dritten Hähnchen-Durchgang? Die Tiere ziehen noch diese Woche vom Hofstall in den Hühnerwald um - erstmal wieder in die mobilen Holz-Unterstände, um ganz sicher zu gehen, und natürlich auf eine frische Weidefläche. Wenn Sie möchten, übertragen wir Ihre Bestellung auf diesen Durchgang (Abholtermin ist Samstag, 19.11.). Dazu geben Sie uns bitte einmal explizit per Mail oder Telefon Ihr OK (einige haben das bereits getan, auch dafür vielen Dank - Bestätigungen folgen!).

 

Und jetzt? Vielleicht drücken Sie uns einfach ein bisschen die Daumen, dass wir mit dem Thema Salmonellen erstmal durch sind. Das Ganze war ein ziemlicher Packen, nochmal brauchen wir das nicht... So oder so: nochmals vielen lieben Dank für Ihr Verständnis und Ihre Treue!

 

Herzliche Grüße

 

Ihre Familie Hartmann und das ganze Team

"Tolle Knolle": Familienaktionstag zur Kartoffelernte am 24.09.2022

Passend zur gerade laufenden Kartoffelernte lädt das SCHUBZ Lüneburg am Samstag, 24.09.2022 (9-12 Uhr) zu einer Familienaktion bei uns auf dem Hof Hartmann ein. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung unter info@schubz.org wird gebeten. Mehr Info in der Ankündigung unten. Wir freuen uns auf Sie!

Einladung zum Familienaktionstag des SCHUBZ ("Tolle Knolle") am 24.09.2022 auf dem Hof Hartmann

Abholtermin Hähnchen: 10.09.2022 - wir müssen Ihnen leider absagen!

Liebe Kundinnen und Kunden,


manchmal fliegt einem einfach alles um die Ohren - und nun müssen wir Ihnen erklären, warum wir leider die Hähnchen unseres zweiten Durchgangs nicht wie geplant schlachtfrisch oder gefroren verkaufen dürfen. Sehr bitter für uns, sehr schade für Sie, aber es ist nicht zu ändern, denn der Grund sind leider Salmonellen. Und weil Salmonellen ein so heikles Thema sind, muss der Text etwas länger sein... Schon jetzt danke fürs Lesen!

Das Wichtigste vorab: Der Befund betrifft ausschließlich unsere Hartmanns Hähnchen aus dem zweiten Durchgang, die zur Zeit auf einer Weidefläche im Hühnerwald laufen. Der gefundene Salmonellenstamm (Salmonella infantis) kommt bei Legehennen (und entsprechend auf deren Eiern) nicht vor. Die Hartmanns Hähnchen zeigen keinerlei Krankheitssymptome. Den Tieren geht es rundum gut, sie scheiden nur leider diesen Erreger aus, wie das Labor anhand unserer selbst gezogenen Probe festgestellt hat.

Wie kann so etwas passieren? Der Erreger kann auf vielen verschiedenen Wegen in unser System kommen - wir halten unsere Tiere im Freien: Wildtiere (z. B. Wildvögel) sind eine mögliche und nicht unwahrscheinliche Quelle für Salmonellen (vielleicht haben wir einfach an einer Stelle beprobt, an der vorher eine Amsel mit Salmonellen saß...). Auch Futtermittel können mit Salmonellen kontaminiert sein. Nicht zuletzt können auch bereits die Küken den Erreger aus der Brüterei mitgebracht haben. Damit ein Salmonellenbefall frühzeitig erkannt wird, sind Geflügelhalter in Deutschland verpflichtet, ihre Tiere viermal jährlich zu beproben. Unsere letzte amtliche Probe im Juli war ohne Befund; der Befund bei den Hähnchen wurde vorgestern aufgrund unserer Eigenkontrolle ermittelt.

Was tun wir jetzt? Wir versuchen anhand umfangreicher weiterer Beprobungen den Auslöser zu finden. Wir hatten noch nie einen Salmonellenbefund in unserem Betrieb und möchten natürlich unbedingt vermeiden, dass so etwas nochmal vorkommt. Unser neuer, schöner Hähnchen-Mobilstall wird gründlichst gereinigt und desinfiziert, sobald die Tiere geschlachtet sind. Die komplette Weide, auf der die Hähnchen liefen, wird gekalkt und bekommt ein Jahr lang Bodenruhe. Die Hähnchen des dritten Durchgangs, die momentan noch bei uns auf dem Hof leben, wurden bereits beprobt und kommen - sofern die Probe negativ ist - später auf eine andere Fläche, um eine Ansteckung zu verhindern. Wir hoffen, dass die Ergebnisse unserer weiteren Beprobungen bald vorliegen, jedoch kann das auch noch 2-3 Wochen dauern. Auf jeden Fall informieren wir Sie, sobald wir mehr wissen.

Und was passiert mit den Hähnchen? In Deutschland darf Geflügel, bei dem Salmonellen nachgewiesen wurde, nicht unverarbeitet (roh/gefroren) verkauft werden. Die Tiere dürfen geschlachtet und verarbeitet werden, denn durch den Garprozess werden alle Erreger unschädlich gemacht. Das bedeutet, verarbeitete Produkte sind für den Menschen vollständig ungefährlich. Für uns ist eigentlich klar, dass die Tiere viel zu wertvoll und das Fleisch viel zu hochwertig ist, um es einfach wegzuwerfen. Wir versuchen also, eine Lösung zu finden, das Fleisch verarbeiten zu lassen. Allerdings ist dafür auf dem Schlachthof und dem verarbeitenden Betrieb ein großer zusätzlicher Aufwand nötig, denn Schlachtung und Verarbeitung müssen komplett getrennt vom Normalbetrieb erfolgen. Das Veterinäramt, mit dem wir gerade in engem Austausch stehen, begleitet Schlachtung und Verarbeitung und nimmt dabei Proben auch von den verarbeiteten Produkten. Ob das allerdings bei einer so geringen Anzahl von Tieren überhaupt bezahlbar ist, versuchen wir gerade zu klären (unsere Herde umfasst nur 300 Tiere - üblich sind bei den meisten Betrieben mehrere Tausend).

Wir hoffen sehr, dass wir mit diesem Schreiben die Fragen bereits beantworten konnten, die Ihnen nach dem Lesen der ersten Sätze bestimmt in den Kopf gekommen sind. Falls nicht, rufen Sie uns doch bitte an oder schreiben Sie uns. Bitte sehen Sie uns nach, falls die Antwort etwas länger dauert, denn wir haben gerade sehr viel "um die Ohren". Wir möchten aber transparent machen, was bei uns geschieht, denn Ihr Vertrauen in uns ist unser größtes Kapital.

Danke, dass Sie bis zum Ende gelesen haben!

Herzliche Grüße

Ihre Familie Hartmann und das ganze Team

 

+++ Update Stand 12.09.2022 +++

Bei keiner der späteren amtlichen und selbst durchgeführten Proben (Ställe, Futter usw.) wurden Salmonellen nachgewiesen. Die Hähnchen wurden geschlachtet und gehen in die Verarbeitung. Wir werden in Kürze hierzu noch weitere Informationen posten.

Und nochmal PIEPshow bei unseren Hartmanns Hähnchen

Während der zweite Durchgang Hartmanns Hähnchen es sich draußen im Hühnerwald gut gehen lässt, erkunden die neuen Küken den Auslauf bei uns auf dem Hof. Kommt doch einfach mal gucken, unsere PIEPshow ist eröffnet! Für die Planung: Diese Küken sind der dritte und letzte Durchgang für dieses Jahr, das heißt, es gibt nur noch zweimal Hähnchen: einmal am Samstag, 10.09.2022 (Durchgang 2 in gut zweieinhalb Wochen) und dann nochmal im November (Durchgang 3). Wie immer freuen wir uns über Vorbestellungen!


Warum Kartoffeln mit Untersaat eine super Kombi sind

blühende, vielfältige Untersaat zwischen den Kartoffeldämmen

Heute vormittag haben wir wieder ein paar Kisten Kartoffeln für unseren Hofshop vom Acker geholt - nur ein paar und wieder von Hand, weil die Kartoffeln nach wie vor nicht schalenfest sind. Das heißt, die Schale ist noch so hauchdünn, dass sie beim Ernten mit dem großen Roder Schaden nehmen und die Kartoffel schnell verderben würde. Praktisch: Die Kartoffeln braucht man darum vor dem Kochen nicht zu schälen - waschen und abbürsten reicht! Erst im Herbst, wenn wir mit der Ernte der lagerfähigen Sorten (z. B. unserer Lieblingssorte Belana) beginnen, sind die Schalen halbwegs dick genug für unsere großen Maschinen. Das Schöne an der Ernte per Hand ist, dass einem öfter mal so hübsche Exemplare wie die Herzkartoffel auf dem Bild unterkommen! Und außerdem hat man auch noch ein bisschen Muße, sich die Untersaat zwischen den Kartoffeldämmen anzuschauen. Unsere Untersaat besteht hauptsächlich aus Öllein (blüht sehr hübsch blau), Sommerwicke, Weidelgras, Perserklee und Ramtillkraut. Diese bunte Mischung führt zu einer großen Wurzelvielfalt im Boden - und je größer die Vielfalt unter der Erde, desto wohler fühlen sich die Mikroorganismen, die dort leben. Die helfen wiederum, die Nährstoffe im Boden für die Kartoffeln aufzuschließen. So kann die Kartoffel zu einer gesunden Pflanze heranwachsen und die Knolle (echtes, regionales Superfood!) die für unsere Ernährung so wichtigen Spurenelemente und Mineralien aufnehmen. Obendrein sieht das Ganze schön aus und für die Insekten ist auch noch was dabei. Tolle Sache, finden wir, und darum haben wir die Untersaat auf all unseren Speisekartoffel-Flächen!

Honig aus dem Hühnerwald

Bild: Honig aus dem Hühnerwald, blühende Wegwarte

Schon seit letztem Jahr haben wir sehr leckeren Honig von den bunten Blühflächen aus unserem F.R.A.N.Z.-Projekt im Sortiment (produziert von Imker Schwab). Jetzt hat Imker Eggers aus Rettmer seine fleißigen Bienchen bei uns im Hühnerwald arbeiten lassen. Dort gedeiht außer den weithin sichtbaren Pappeln inzwischen eine riesige Vielfalt an blühenden Pflanzen und Sträuchern (ein paar davon haben wir unten aufgelistet). Besonders spannend für uns ist die Wegwarte, die ihr auf dem Foto seht. Jede ihrer Blüten ist nur für wenige Stunden offen - morgens bis etwa 11-12 Uhr - und gleich danach verblüht sie. Am nächsten Tag sind die nächsten Blüten dran, und so geht das Tag für Tag.  Die Wegewarte ist eine Zichorienart (wie auch der Chicoree- und der Zuckerhut-Salat). Wegen ihrer sehr langen, tiefreichenden Pfahlwurzel kommt sie auch mit Trockenheit sehr gut klar. Die zarten hellblauen Blüten sind gerade jetzt vor den sonst ziemlich verdörrten Gräsern hübsche Farbtupfer. Und sie sind eben nicht nur hübsch, sondern wichtige Nahrungsquelle für die vielen Insekten bei uns in der Feldmark.

 

Außer der Wegwarte blüht hier übers Jahr noch reichlich mehr. Nicht alles davon ist für die Honigbiene interessant, aber auch so freuen sich Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen & Co. über das reichhaltige Angebot: Luzerne und Königskerze (beide kommen wie die Wegwarte sehr gut mit Trockenheit klar), Phacelia (auch Bienenfreund genannt), Rotklee, Gelbklee, Hornklee, Schafgarbe, WildeMöhre, Spitzwegerich, Obst (Reneklode, Holunder, Aronia, Mirabelle), Weiden (Salweide, Korbweide, Silberweide, Ölweide), Nussgehölze (Haselnuss, Walnuss), Pfaffenhut, Weißdorn, Vogelbeere... um nur ein paar zu nennen - aber es ist noch soooo viel mehr da! Und das schmeckt ihr auch ganz sicher in unserem neuen Hühnerwald-Honig!

 

Übrigens: Welche Pflanzen genau bei uns im Hühnerwald wachsen und welche Tiere sich dort aufhalten (abgesehen von unseren glücklichen Hühnern natürlich...), erforscht das Projekt agroforst_monitoring der Uni Münster. Tatkräftige Unterstützung bekommt dieses wundervolle Projekt durch unsere Lokalgruppe Hartmann, die sich regelmäßig bei uns trifft, um Tiere und Pflanzen zu zählen und zu bestimmen. Wer dabei sein möchte, meldet sich am besten bei johanna.wille@posteo.de, die die Aktivitäten hier koordiniert. Vorwissen braucht es nicht, Interesse am Mitmachen ist das Wichtigste, den Rest lernt man nebenbei!

 

 

Agroforst-Monitoring: Mitmach-Geländetag am 14.08.2022

Foto einer Wildbiene auf einem Finger
Eine kleine Wildbiene

Wieder gibt es Gelegenheit, in unser Agroforst-Monitoring-Projekt einzusteigen: dieses Mal beim Geländetag am 14.08.2022 ab 9 Uhr im Hühnerwald.

Vorkenntnisse braucht es nicht, wer Lust hat, macht einfach mit! Dieses Mal zählen und bestimmen wir Fledermäuse, Käfer, Tagfalter, Wildbienen und Heuschrecken und messen die Verdunstung von Wasser auf den Flächen im Hühnerwald. Unser Projektziel ist es herauszubekommen, wie sich Agroforstsysteme auf Böden und Artenvielfalt auswirken. Wir freuen uns auf weitere Helfer:innen!


Mehr Info gibt's auf der Projektseite unter https://agroforst-monitoring.de/messkampagne-auf-hof-hartmann. Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte beim Lokalgruppen-Orga-Team Jule Goeritz (jule.goeritz@gmail.com) oder Johanna Wille (johanna.wille@posteo.de). Wir freuen uns auf euch!

mehr lesen

Hartmanns Hähnchen: nächster Abholtermin Samstag, 10.09.2022

Alpaka Calimero passt im Hühnerwald auf seine Hähnchen auf. Die lassen es sich im Schatten gut gehen.

Der zweite Durchgang Hartmanns Hähnchen ist gerade vom Hof in den Hühnerwald umgezogen. Nun steht auch der Schlachttermin fest: Es ist Samstag, 10.09.2022 (Abholung zwischen 9 und 12 Uhr). Wer noch nicht bestellt hat, kann das gern noch tun! Auf Wunsch lassen wir die bestellten Hähnchen für Sie halbieren (bitte direkt bei der Bestellung mit angeben). Die Fleischmanufaktur des Bauckhofs, von der wir unsere Tiere schlachten lassen, verpackt und etikettiert die Hälften separat (wegen des höheren Zeit- und Materialaufwandes wird hierfür ein kleiner Aufpreis berechnet). Wir danken für Ihre Bestellung!


Ein neues WoMo für unsere Hartmanns Hähnchen!

Wir haben mal wieder was gebaut... ein WoMo für unsere Hartmanns Hähnchen! Die kleinen mobilen Holzunterstände hatten nach 5 Jahren ausgedient und was Neues musste her. Jetzt gibt es drinnen noch mehr Platz für die Tiere (die ja schon draußen im Hühnerwald ohne Ende Platz haben), noch mehr Schatten im Stall und genug Sitzstangen, damit die Tiere artgemäß ruhen können. Der Clou: Wie schon bei den Unterständen hat auch dieser Stall einen offenen Boden. Jeden Tag wird der Stall um mindestens eine volle Breite weitergefahren, sodass die Tiere immer einen sauberen Stall haben.


Weil wir nur wenige Tiere pro Durchgang halten, fällt auch ihr Mist nur in Maßen an - der Boden profitiert von den Nährstoffen und die Weiden können so immer wieder gut nachwachsen. Aber wie wir unsere Hähnchen kennen, werden die wahrscheinlich sowieso wieder mehr draußen sein als drinnen. Dafür ist es im Hühnerwald doch einfach zu schön! Wie sich die Hähnchen und Hennen an ihr neues Zuhause gewöhnen, zeigen wir demnächst mit aktuellen Fotos/Videos.

Die Frühkartoffeln sind soweit - guten Appetit!

Foto unserer Frühkartoffeln (neue Kartoffeln), Sorte Alexandra

Die Frühkartoffeln sind soweit: von Hand geerntet, feldfrisch, tiefgelb und einfach richtig lecker! Die folgenden Sorten können Sie ab sofort in unserem Hofshop bekommen:

  • Alexandra: festkochend, ideal für sommerliche Kartoffelsalate, Bratkartoffeln und Kartoffelspalten (und Salzkartoffeln gehen natürlich auch immer!)
  • Leyla: etwas mehliger (vorwiegend festkochend), ideal für Röstis & Puffer und Gratin

Da die Kartoffeln eine so zarte Schale haben, brauchen sie nicht geschält werden (abbürsten reicht). Bitte schnell verbrauchen und nicht lagern!

 

Hartmanns Hofblatt Ausgabe 3 zum Thema Hühnerfutter

Bild unserer dritten Hofblatt-Ausgabe
Hartmanns Hofblatt Ausgabe 3: Du bist, was Du isst!

In der aktuellen Ausgabe unseres Hofblatts geht es um unsere Hühner und ihr Futter. Warum wir das Getreide für unsere Hennen und Hähnchen komplett selbst anbauen, was die Tiere sonst noch zu fressen bekommen und warum die Weiße Lupine zu einer neuen Lieblings­pflanze in unserer Frucht­folge wird, lesen Sie hier:

Download
Hartmanns Hofblatt Ausgabe 3
202203_HartmannsHofblatt_Ausgabe3_Hühner
Adobe Acrobat Dokument 7.0 MB

Viel Spaß beim Lesen – und lassen Sie sich unsere leckeren Eier schmecken!


Oder auch direkt auf unserer Webseite unter https://www.hof-hartmann-rettmer.de/du-bist-was-du-isst

Kleine Wunder - große Ziele

Bild von Wurzeln unserer Sommerbraugerste
Sommerbraugerste auf unserem Achterbruch

Manchmal passieren kleine Wunder, die wir bestaunen können - auch wenn wir sie erstmal nicht verstehen...

Vergleicht man die drei Wurzelbilder, fällt auf: ganz links ein richtig dichtes, mächtiges und tiefreichendes Geflecht, mittig sehr deutlich weniger und auch nur halb so lang, und rechts - naja... So ein Anblick macht doch neugierig oder? Und wenn man dann noch weiß, dass das Getreide links und rechts komplett ohne Pflanzenschutzmittel, ohne Dünger und ohne Beregnung auskommen musste, während die Mitte mit dem "vollen Programm" inklusive ausreichend Wasser versorgt wurde, dann fragt man sich schon: wie macht die Natur das?

 


Wie schafft die Natur es, dass Pflanzen trotz knochentrockenem Boden und ohne jegliche landwirtschaftliche Pflegetechnik solche Wurzeln ausbilden, über die sie mit der Bodenbiologie kommunizieren und Nährstoffe und Wasser aufnehmen können - und das offenbar wesentlich besser als mit all unserer "Hilfe"?

mehr lesen

Wir danken für Ihren Besuch bei uns!

Beitragsbild: Teilnehmer:innen auf dem Langen Tag der StadtNatur am 18.06.2022

Heiß war's am Samstag beim Langen Tag der StadtNatur zum Thema Wald... Gut, dass wir einen großen Teil der 2-stündigen Führung unter dem Titel "Bäume, Boden, Beetle Banks" im schattigen Hühnerwald verbringen konnten!

Wie viele Meter die Pappeln in unseren Agroforst-Systemen pro Jahr wachsen und was man mit dem Holz alles machen kann (Pflanzenkohle, Kompost, Bauholz...), warum Hühner so gern unter Bäumen ruhen, was einem die Wurzeln vom Weißen Gänsefuß alles erzählen können und was den Dinkel aus dem F.R.A.N.Z.-Projekt von unserem "normalen" Dinkel unterscheidet - wir freuen uns, dass unsere Gäste aus Hamburg, Schleswig Holstein und natürlich Lüneburg diese Fragen mindestens genauso spannend fanden wie wir!


Langer Tag der StadtNatur am 18.06.2022 auf dem Hof Hartmann

Auch dieses Jahr sind wir wieder beim Langen Tag der StadtNatur Hamburg dabei! Bitte unter dem Link rechts anmelden. Startpunkt der Exkursion ist hier:

https://osm.org/go/0G9m_nMB--?m= (direkt südlich von Rettmer an der Kreisstraße).

Am 18.06. können Sie Jochen Hartmann mit Fragen löchern: Warum brauchen Hühner einen Wald, um wirklich artgerecht leben zu können? Was haben Bäume auf dem Acker mit Boden und Klimaschutz zu tun? Wie kann die Landwirtschaft mit der Natur im Einklang stehen und für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen sorgen? Das und noch viel mehr erfahren Sie bei einem Besuch bei uns auf dem Hof Hartmann in Rettmer. Jochen Hartmann erklärt bei einem Rundgang, wie er gemeinsam mit Wissenschaft und Naturschutz Neues ausprobiert und zeigt Ihnen direkt am Feldrand, was sonst noch so geht in Sachen gute Landwirtschaft.


Lebensmittel produzieren, Artenvielfalt fördern und Klima schützen: das geht zusammen!

Foto Baum- und Blühstreifen auf unserem Acker Brandwiese (2021 angelegt)
Baum- und Blühstreifen auf unserem Acker Brandwiese (2021 angelegt)

Die Blühflächen, die unsere zwei 2021 angelegten Agroforst-Streifen auf dem Acker Brandwiese säumen, sehen aus wie aus dem Bilderbuch...

Wie viel Fläche unseres wertvollen Ackerlandes wir hierfür "aufgeben", warum wir das trotzdem (oder erst recht) tun und weshalb wir uns hier ausnahmsweise mal über den Anblick von kahlen Stellen freuen, erklären wir in diesem Post.


Unser Agroforst-System auf der Brandwiese besteht zur Zeit aus zwei langen doppelten Baumreihen, die mitten durch den Acker von Nord nach Süd verlaufen (Abstand zwischen den Bäumen jeder Doppelreihe: 2m; Abstand zwischen den zwei Doppelreihen: 81m). Rechts und links zur Ackerfläche hin sind die Doppelreihen jeweils von zwei 3m breiten Blühflächen gesäumt (also: 3m Blühfläche, 2m doppelte Baumreihe, 3m Blühfläche und das ganze mal zwei). Insgesamt "verlieren" wir dadurch rund 5% der Ackerfläche auf der Brandwiese und haben natürlich auf diesen 5% auch keinen Ertrag, da wir hier nichts mehr anbauen können.

mehr lesen

Alle Beiträge